Katzen mit Nierenproblemen

Erfahren Sie hier mehr über Niereninsuffizienz bei Katzen.

Katzen mit Nierenproblemen

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Nieren sind für Katzen wie für Menschen ein lebensnotwendiges Organ. Sie halten den körpereigenen Flüssigkeitshaushalt im Gleichgewicht, in dem sie das Blut von Gift- und Abfallstoffen befreien. Zusätzlich produzieren Nieren unterschiedliche Substanzen, die für die roten Blutkörperchen, den Blutdruck und den Kalziumhaushalt von großer Wichtigkeit sind.

Was aber, wenn die Nieren anfangen zu versagen?

Nierenversagen tritt häufig bei älteren Katzen auf. Dabei wird zwischen zwei verschiedenen Arten von Niereninsuffizienz unterschieden. Hier ein kurzer Überblick.

Akute Niereninsuffizienz

Akute Niereninsuffizienz (ANI)

Ein akutes Nierenversagen tritt plötzlich auf. Die ANI kann bspw. durch eine Unterkühlung, einer Aufnahme von Giftstoffen, einem Unfall mit hohem Blutverlust oder durch Bakterien oder Infektionen ausgelöst werden. Diese Form der Nierenerkrankung tritt bei Katzen seltener auf, als die chronische Niereninsuffizienz (CNI) und hat im Gegensatz zur CNI höhere Heilungschancen. In manchen Fällen kann sich die akute jedoch zur chronischen Niereninsuffizienz bilden.

Katzen mit ANI haben oftmals stark erhöhte Blutwerte. Die ANI ist ein medizinischer Notfall, der so schnell wie möglich von einem Tierarzt behandelt werden sollte.

Symptome einer ANI

Folgende Symptome treten bei einer ANI auf:

  • Erbrechen 
  • Durchfall 
  • Starke Schmerzen 
  • Keinen Hunger 
  • Kein Wasserlassen oder übermäßiges Wasserlassen 
  • Mundgeruch
  • Auffälliges Verhalten wie Lustlosigkeit etc. 

Die Gegend der Nieren ist für die Katze schmerzhaft und wärmer als der Rest Ihres Körpers.

Gehen Sie bei diesen Symptomen bitte direkt zum Tierarzt! Nierenversagen kann für Ihre Katze lebensbedrohlich sein. Daher muss eine akute als auch eine chronische Niereninsuffizient sofort vom Tierarzt behandelt werden.

Chronische Niereninsuffizienz

Chronische Niereninsuffizienz (CNI)

Die chronische Niereninsuffizienz (CNI) gehört zu den häufigsten Erkrankungen bei Katzen über dem 9. Lebensjahr. Die CNI tritt bei Katzen schleichend auf und kann über Monate und Jahre hinweg fortschreiten, ohne, dass der Katzenbesitzer nur das Geringste bemerkt. Erst wenn der Großteil des Nierengewebes zerstört ist, treten die Anzeichen auf eine Nierenerkrankung auf.

Die CNI ist im Normalfall nicht heilbar. Jedoch kann das Fortschreiten der Krankheit durch eine Behandlung und Diät aufgehalten werden.

Eine Nicht-Behandlung der CNI ist für die Katze lebensbedrohlich, sie könnte austrocknen.

Symptome einer CNI

Folgende Symptome treten bei einer CNI auf:

  • Regelmäßiges Erbrechen
  • Gewichtsverlust über längerem Zeitraum
  • Keinen Hunger
  • Mehr Durst
  • Fell in schlechterem Zustand
  • Blasse Schleimhäute
  • Öfteres Wasserlassen

Hat Ihre Katze mehrere dieser Anzeichen, suchen Sie bitte den Tierarzt auf!

Behandlung & Diät

Behandlung & Diät

Eine Katze ab 7 Jahren sollte öfter beim Tierarzt untersucht werden, um eine mögliche Niereninsuffizienz schnell erkennen und folglich behandeln zu können.

Ist eine CNI bei der Katze vom Tierarzt festgestellt worden, leitet der Tierarzt die nächsten Schritte ein. Nach Krankheitsgrad entscheidet der Tierarzt über Medikamente und weitere Behandlungen.

Damit die CNI nicht weiter fortschreitet, muss die Katze spezielles Diätfutter bekommen. Oftmals wird Nierendiätfutter nicht gleich von der Katze angenommen, da die Nahrung kein Zucker enthält, jedoch der Proteingehalt sehr niedrig ist. Daher empfiehlt es sich, die Ernährung langsam Woche für Woche umzustellen. Sofern vom Tierarzt nicht anders verordnet, sollte das Diätfutter anfangs unter das gewohnte Futter gemischt werden. Die Menge sollte jeden Tag ein kleines bisschen erhöht werden. Frisst die Katze das Diätfutter nicht, kann in der Umstellungszeit auch ein kleiner Tropfen Thunfischöl hinzugefügt werden. Es hilft auch, wenn das Diätfutter etwas angewärmt wird.

Katze frisst

Die Umstellungszeit kann zwischen 2 bis 6 Wochen liegen. Nach der Umstellung sollte die Katze jedoch nur noch mit dem Diätfutter gefüttert werden. Zusätze oder die gewohnten Leckerlis sind nicht mehr erlaubt. Bitte halten Sie sich an die Absprache mit Ihrem Tierarzt. 

Tipp: Es gibt spezielle Leckerlis für Katzen mit CNI. Fragen Sie einfach in Ihrem Zoofachhandel nach.

Manche Katzen mit CNI leben durch die Behandlung und Diät noch ein langes Leben, bei anderen hingegen schreitet die CNI trotz Behandlung und Umstellung der Ernährung fort.

Der regelmäßige Tierarztbesuch ist von großer Wichtigkeit. Lassen Sie Ihren Stubentiger regelmäßig von Ihrem Tierarzt kontrollieren, damit eine mögliche Niereninsuffizienz früh entdeckt und ggf. die Fortschreitung einer CNI mit der entsprechenden Behandlung möglichst schnell gebremst werden kann. 

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